Sehr geehrte Eltern, LehrerInnen, ErzieherInnen oder einfach alle, die mit Kindern oder Jugendlichen zu tun haben!

Denn es kommt nicht darauf an, ob es unsere Familie oder unseren Arbeitsplatz betrifft, wenn wir mit uns nahestehenden Kindern Probleme haben oder sehen, dass es diesen nicht gut geht, dann betrifft dies uns ganz persönlich. Wir haben vielleicht ein Gefühl der Hilflosigkeit, spüren die eigenen Grenzen der Belastbarkeit oder wissen einfach nicht weiter. Ein solches Gefühl belastet jeden, macht uns unzufrieden und lässt uns nicht so geduldig sein, wie wir es gerne wären.

Jeder von uns (ob in der Familie oder im Beruf) hat seine eigenen Vorstellungen und Wünsche an sich und an die eigenen oder an die anvertrauten Kinder. Doch was ist, wenn uns diese Wünsche immer weiter zu entgleiten drohen. Die eine Mutter hat sich gewünscht, dass ihre Tochter ebenso viel Freude an der Malerei haben wird, wie sie selbst und bemerkt, dass ihre Tochter viel lieber vor dem Computer sitzt und fürs Zeichnen und Malen rein gar kein Interesse und kein Talent hat. Ein Vater, der seinen Sohn als Nachfolger in seinem Beruf sah und nun miterlebt, dass dieser überhaupt kein Interesse daran zeigt. Oder Eltern, die sich ein ebenso geselliges Kind wünschen wie sie sich selbst sehen und bemerken, dass ihr Kind sehr zurückgezogen und eher ängstlich im Kontakt ist. Diese Aufzählungen könnten noch lange mit Beispielen fortgeführt werden, mit Beispielen wie Vorstellungen von Eltern und die Interessen von Kindern auseinander gehen. Aber nicht nur dies macht Sorgen.

Oft machen sich Eltern große Sorgen um die Entwicklung ihrer Kinder oder sie sind mit schlechten Leistungen aus der Schule konfrontiert. So schön und unbeschwert war die Zeit vor der Schule und in der dritten Klasse kommt man darauf, dass es sich in der Beziehung zum eigenen Kind fast nur mehr um die Leistungen für die Schule dreht. Weg sind die vielen ruhigen Stunden wo die Eltern noch unbelastet mit dem Kind spielen konnten und das Wochenende im Bad oder beim Rodeln verbrachten. Jetzt ist es nur noch ein Kampf, das Kind soweit zu bringen, dass es die Aufgabe erledigt, dass es für eine Schularbeit lernt oder dass es seine Schulsachen zusammenpackt.

Aber auch andere Sorgen führen Eltern in die Erziehungsberatung. Sorgen um das Kind, das bereits sauber war und nun plötzlich wieder in die Hose macht. Kinder, die sich hysterisch auf den Boden werfen und schreien und dies natürlich in einem sehr gut besuchtem Kaufhaus. Kinder, die selbst bei ganz unwichtigen Dingen, ständig die Unwahrheit sagen. Kinder, die vor lauter Angst die Mama nicht mehr auslassen und sich nicht einzuschlafen trauen. Auch diese Liste könnte noch beliebig weitergeführt werden. Doch dies müssen wir nicht. Es genügen doch die eigenen Sorgen mit dem eigenen Kind und da braucht man nicht noch die von anderen Eltern zu kennen.

Und genau darauf kommt es an. Auf Ihre eigene Sorge mit Ihrem eigenen Kind. Wie immer diese Sorge auch aussehen mag und was andere darüber denken. Wichtige ist es, wie es Ihnen als Eltern mit dieser Sorge geht und wie es der ganzen Familie damit geht. Die APP mit ihren ErziehungsberaterInnen bietet Ihnen an, dass wir uns gemeinsam auf die Suche machen und erforschen, warum es im Moment oder schon länger so schwierig ist. Warum Sie vielleicht Zorn oder Angst gegenüber ihren Kindern verspüren, dass Sie sich dafür nicht zu schämen brauchen aber sehr wohl etwas daran verändern können.

Ich bin Erziehungsberater der APP und bin gerne bereit mich mit Ihnen zusammenzusetzen. Nehmen Sie dafür einfach mit mir Kontakt auf.

Literaturempfehlungen:

“Die magischen Jahre” – Familiäre Beziehungen in der frühen Kindheit
Autor: Selma FRAIBERG
ISBN: 3-455-10636-4 Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 1996
sehr empfehlenswert – Kommentar folgt

“Die Wiederentdeckung der Freude am Kind” – Psychoanalytisch pädagogische Erziehungsberatung heute
Autor: Wilfried DATLER, Helmuth FIGDOR, Johannes GSTACH und andere
ISBN: 3-932133-52-8 Psychosozial-Verlag, Gießen, 1999
sehr empfehlenswert – Kommentar folgt

“Wege und Irrwege in der Kinderentwicklung”
Autor: Anna FREUD
ISBN: 3-608-95035-4 Klett-Cotta Verlag, Stuttgart, 1993 (6. Auflage)
Wie üblich beschreibt Anna Freud in einer gut verständlichen Sprache Entwicklungslinien von Kindern.